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Fenster aus Kunststoff, Aluminium oder Holz?

Kurz gesagt

Kunststofffenster sind am günstigsten, dämmen gut und brauchen kaum Pflege, Ratgeber rechnen mit rund 40 Jahren Lebensdauer. Aluminium ist am stabilsten und erlaubt die schmalsten Rahmen, kostet aber mehr und hält nach Planungswerten des BBSR 50 Jahre und länger. Holz dämmt von Natur aus gut und passt zum Altbau, braucht aber je nach Wetterseite alle 5–8 Jahre einen neuen Anstrich.

Die drei Materialien auf einen Blick

Für die meisten Wohnhäuser kommen drei Rahmenmaterialien in Frage: Kunststoff, Aluminium und Holz. Dazu gibt es Mischformen wie Holz-Aluminium, bei denen eine Aluschale das Holz außen vor dem Wetter schützt. Die Tabelle fasst typische Eigenschaften zusammen. Es sind allgemeine Werte, einzelne Profile können davon abweichen.

KriteriumKunststoffAluminiumHolz
Dämmung des Rahmens (Uf)gut, ca. 0,9–1,3 W/(m²K)mit thermischer Trennung ca. 1,3–2,0 W/(m²K)gut, ca. 1,0–1,4 W/(m²K)
Stabilitätgut, mit Stahlarmierungsehr hochhoch
Rahmenbreitemittel bis breitam schmalstenmittel bis breit
Pflegegering, abwischen genügtsehr geringAnstrich oder Lasur alle 5–8 Jahre
Lebensdauerca. 25–50 Jahreca. 40–60 Jahreca. 30–50 Jahre
Preisniveauniedrigmittel bis hochmittel
Passt gut zuEinfamilienhaus, Mietwohnunggroßen Glasflächen, moderner ArchitekturAltbau, Denkmal, natürlicher Optik

Dämmung: wo der Rahmen den Unterschied macht

Den größten Teil der Fensterfläche macht das Glas aus, deshalb entscheidet die Verglasung viel. Der Rahmen zählt trotzdem, weil an ihm und an der Glaskante Wärme verloren geht.

Kunststoff dämmt durch Mehrkammerprofile, üblich sind 5 bis 8 Kammern bei 70 bis 90 mm Bautiefe. Holz bringt die Dämmung schon als Material mit. Aluminium leitet Wärme sehr gut und braucht deshalb Isolierstege zwischen Innen- und Außenschale, die sogenannte thermische Trennung.

Mit passendem Glas lassen sich aus allen drei Materialien Fenster bauen, die den gesetzlichen Höchstwert von Uw 1,3 W/(m²K) beim Fenstertausch einhalten. Für die BAFA-Förderung muss das ganze Fenster auf 0,95 kommen. Ob ein bestimmtes Profil das schafft, zeigt das Datenblatt des Herstellers.

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Stabilität, Rahmenbreite und Optik

Aluminium ist das steifste der drei Materialien. Damit lassen sich große Flügel und schmale Ansichten bauen, etwa bei bodentiefen Fenstern oder Hebeschiebetüren. Kunststoff braucht für die nötige Steifigkeit eine Stahlarmierung im Profil, die Rahmen fallen dadurch meist etwas breiter aus. Holz ist von sich aus stabil und wirkt warm und wohnlich.

Bei der Farbe ist Kunststoff vielseitiger als oft gedacht. Dekorfolien in Holzoptik, Grau oder Anthrazit lassen sich auch nur auf der Außenseite aufbringen. Aluminium wird pulverbeschichtet und ist in sehr vielen Farbtönen zu haben. Holz kann lasiert oder deckend gestrichen werden, sodass die Maserung sichtbar bleibt oder verschwindet.

Aroundhome nennt bei Holz außerdem ein gutes Raumklima durch den Feuchteausgleich des Materials und bei Aluminium einen hohen Einbruchschutz. Für die Sicherheit entscheiden bei allen drei Materialien aber vor allem Beschlag, Glas und Montage, nicht der Rahmen allein.

Mischformen: Holz-Aluminium und Kunststoff-Aluminium

Bei Holz-Aluminium-Fenstern sitzt außen eine Schale aus Aluminium vor dem Holzrahmen. Innen haben Sie die Optik von Holz, außen eine wetterfeste Oberfläche, die keinen Anstrich braucht. Die Dämmung kommt vom Holzkern, 42watt nennt Uf-Werte von etwa 1,0–1,3 W/(m²K). Dafür ist Holz-Aluminium in allen Quellen die teuerste Variante, laut 42watt etwa 1.300–2.200 Euro je Standardfenster mit Einbau.

Kunststoff-Aluminium funktioniert nach demselben Prinzip mit einem Kern aus Kunststoff. Laut Aroundhome liegt es mit etwa 400–1.130 Euro je Fenster mit Zweifachglas preislich zwischen Kunststoff und Aluminium. Beide Mischformen passen, wenn außen eine Aluoberfläche gewünscht ist, der Rahmen aber besser dämmen soll als ein reines Aluprofil.

Pflege und Lebensdauer

Kunststoff und Aluminium kommen mit Abwischen, gelegentlichem Ölen der Beschläge und einem Blick auf die Dichtungen aus. Holz braucht je nach Wetterseite alle 5–8 Jahre eine neue Lasur oder einen neuen Anstrich. Wird das versäumt, nimmt das Holz Feuchtigkeit auf und altert schneller.

Bei der Lebensdauer gehen die Angaben auseinander. 42watt nennt nach den Planungswerten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 40 Jahre für Kunststoff und Nadelholz sowie 50 Jahre und mehr für Aluminium, Holz-Aluminium und behandeltes Laubholz. Aroundhome gibt Spannen von 25–50 Jahren für Kunststoff, 30–50 Jahren für Holz und 40–60 Jahren für Aluminium an. Wie lange ein Fenster wirklich hält, hängt stark von Pflege und Einbau ab.

Wann welches Material passt

Beim Preis liegt Kunststoff in allen ausgewerteten Quellen vorn. Holz und Aluminium kosten spürbar mehr, Holz-Aluminium ist am teuersten. Konkrete Marktpreise finden Sie im Ratgeber zu den Fensterkosten.

Fensterwerk Turgut liefert und montiert Fenster aus Kunststoff, Aluminium und Holz mit Profilen von DRUTEX, SCHÜCO, REHAU und aluplast. Welche Ausführung zu Ihrem Haus passt, besprechen Sie beim kostenlosen Aufmaß vor Ort.

  • Kunststoff: für das typische Einfamilienhaus oder die Mietwohnung, wenn gute Dämmung bei überschaubarem Budget und wenig Pflege zählt
  • Aluminium: für große Glasflächen, bodentiefe Fenster und moderne Fassaden mit schmalen Rahmen
  • Holz: für Altbauten, Fachwerk und Häuser, deren Fensterbild erhalten bleiben soll
  • Holz-Aluminium: wenn innen Holz gewünscht ist, außen aber wenig Pflege anfallen soll
  • Gemischt: zum Beispiel Kunststoff für die Fenster und Aluminium für eine große Terrassentür

Ob Kunststoff, Aluminium oder Holz: Fensterwerk Turgut aus Datteln baut alle drei Varianten ein, in Datteln ebenso wie in Castrop-Rauxel, Herne, Dortmund, Bochum, Recklinghausen, Waltrop und Lünen.

Häufige Fragen

01.Sind Aluminiumfenster schlechter gedämmt als Kunststofffenster?

Der Aluminiumrahmen selbst leitet mehr Wärme, mit thermischer Trennung liegen seine Uf-Werte bei etwa 1,3–2,0 W/(m²K). Weil das Glas den größten Teil der Fläche ausmacht, kann ein Alufenster mit Dreifachglas trotzdem gute Gesamtwerte erreichen. Entscheidend ist der Uw-Wert des ganzen Fensters im Datenblatt.

02.Gibt es Kunststofffenster in Holzoptik?

Ja, Kunststoffprofile lassen sich mit Dekorfolien in Holzoptik, Anthrazit und vielen anderen Farben bekleben. Oft wird nur die Außenseite foliert, damit es innen hell bleibt. Die Folie muss nicht gestrichen werden.

03.Welches Rahmenmaterial ist am umweltfreundlichsten?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Holz aus heimischer Forstwirtschaft hat eine gute Ökobilanz, Tropenholz dagegen nicht. Alte Kunststofffenster werden laut 42watt zu 87 Prozent recycelt, Aluminium lässt sich sortenrein trennen und wiederverwerten. Oft wichtiger als das Material ist, dass das Fenster lange hält und gut dämmt.

04.Passt Aluminium auch zu einem älteren Haus?

Das hängt von der Fassade ab. In einem Altbau mit Stuck oder Sprossenfenstern wirkt Holz oft stimmiger, bei Häusern aus den 60er- bis 80er-Jahren passen auch schlichte Kunststoff- oder Alurahmen. Steht das Haus unter Denkmalschutz, entscheidet die Denkmalbehörde mit.

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